Der international anerkannte Medienkünstler Klaus vom Bruch bietet der Malschule Maldumal Inspiration und Unterstützung.
Der Cousin von Hans-Werner und Annette vom Bruch ermöglichte den Malschülern zum zehnjährigen Jubiläum von Maldumal ein
ganz besonderes Erlebnis.

Seit den 1970er Jahren beschäftigt sich Klaus vom Bruch vorrangig mit der Videotechnik. Er gehörte zu der Generation von Künstlern, die ihre Laufbahn direkt mit Videotechnik begannen. Die jugendlichen Malschüler wirkten bei einem Videoclip des Künstlers mit. Die Kulisse für die Videoinstallation bot die alte Gießerei neben der Malschule. Die raue, dunkle Stimmung des Gebäudes wurde durch eindringliche Musik und lässigen Szenen untermalt.

Klaus vom Bruch wurde 1952 in Köln (D) geboren. Vom Bruch studierte von 1975 bis 1976 Conceptual Art am California Institute of the Arts in Valencia (USA). Anschließend besuchte er die Universität in Köln. Dort absolvierte er bis 1980 ein Studium der Philosophie.

In den 1970er Jahren entwickelte sich durch Klaus vom Bruchs Freundschaft zu Ulrike Rosenbach und Marcel Odenbach eine Deutschland prägende Videoszene. Dies dokumentiert etwa das 1977 von der Künstlergruppe gegründete ATV-Studio (Alternativ TV). ATV strahlte als erster Piratensender Kölns die erstellten Programme in einem Umkreis von einigen 100 Metern aus. Mit dem Slogan „Wir machen unser eigenes Fernsehen“ beschrieb ATV eine neue Utopie. Diese entstand durch die Möglichkeit, Sender und Empfänger von Medien sein zu können. Heute gehören vom Bruch, Odenbach und Rosenbach zu den drei anerkanntesten Videokünstlern Deutschlands.

Zunächst arbeitete Klaus vom Bruch mit Videotape, seit 1980 widmet er sich vorrangig Video-installationen. Klaus vom Bruch reflektierte thematisch das Verhältnis der bundesrepublikanischen Gesellschaft zur Vergangenheit und zur Gegenwart. Dazu recycelte er „found footage“ – Bildern aus dem „Archiv“ des Fernsehens.

Seit den 1980er Jahren stellt Klaus vom Bruch seine Arbeiten in verschiedenen Gruppenausstellungen vor. Beispielsweise bei der XI Biennale de Paris und bei „Illusion – Emotion – Realität“ 100 Jahre Kino in Zürich. Auch bei diversen Einzelausstellungen werden vom Bruchs Werke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Seine Werke konnten etwa 1991 im Institute of Contemporary Arts in London und 2008 in der Galerie Franҫoise Heitsch in München bewundert werden. 1986 erhielt Klaus vom Bruch den Dorothea von Stetten Kunstpreis. Der Preis richtet sich seit 1984 an junge Künstler, die interessante Perspektiven und Entwicklungsmöglichkeiten aufweisen.

An der Hochschule für Gestaltung in Karlsruhe übernahm Klaus vom Bruch von 1992 bis 1998 eine Professur für Medienkunst. Im Jahr 2000 lehrte er als Gastprofessor an der Columbia University in New York. Seit 1999 ist Klaus vom Bruch Professor für Medienkunst an der Akademie der Bildenden Künste in München.